OMR2019: #Katerfrühstück 2019 mit Verena Bahlsen


Weil es im letzten Jahr so schön war, sind wir dieses Jahr mit unserem #Katerfrühstück in die zweite Runde gegangen. Gemeinsam mit fischerAppelt, der Agenturgruppe für Content Marketing, haben wir wieder in die Sturmfreie Bude in Hamburg geladen. Letzten Mittwoch haben wir bei einem richtig leckeren Frühstück mit rund 50 geladenen Gästen eine sehr gute Diskussion zum Thema #Purposemarketing geführt. Die große Frage, die all dem zugrunde lag: “Kommunikation mit Haltung: wie bastelt man sich einen Purpose?”

Marken müssen eine eigene Haltung entwickeln

Den Auftakt machte Franziska von Lewinski, Vorstand bei fischerAppelt, die in ihrem Impuls über die weitreichende Bedeutung von Purpose Marketing sprach. Dabei stellte sie zwei Schwerpunkte heraus:

  1. Wir befinden uns in einem Wertewandel. Nicht nur Konsumenten hinterfragen Produkte und streben nach Sinnhaftigkeit, sondern vor allem auch Arbeitnehmer. Unternehmen müssen daher ihren Purpose in der eigenen Unternehmenskultur verankern und diesen in jedem Bereich des Unternehmens leben. Der Purpose eines Unternehmens sollte daher auf keinen Fall nur eine Marketingaktivität darstellen, sondern für Mitarbeiter in allen Bereichen klar definiert sein.
  2. Konsumenten hinterfragen aktiv die Herkunft von Produkten, fordern einen direkten Mehrwert. Marken und Unternehmen müssen daher Relevanz schaffen und einen klaren Sinn stiften. Die Frage, an welcher Stelle ein Produkt, eine Marke oder ein Unternehmen die Welt ein kleines Stückchen besser macht, sollte klar zu beantworten sein um überhaupt in das Relevant Setdie „Relevanzbubble” von Konsumenten zu gelangen.

Wie bastelt man sich einen Purpose

Im anknüpfenden Panel im zweiten Teil entstand ein besonders  angeregter und konstruktiver Austausch zwischen Verena Bahlsen, vierte Generation der Keksmanufaktur Bahlsen und Gründerin von HERMANN’S, Jürgen Korzer, Partner bei fischerAppelt, advisors und unserer Pia, in dem das Thema #Purpose aus vielen Blickwinkeln beleuchtet wurde. Unsere Learnings:

  1. Marken müssen Menschen sein: Der Purpose eines Unternehmens wird nicht durch eine Marketingkampagne erreicht, sondern dadurch, dass die Menschen hinter einer Marke diese leben und nach außen tragen. Daher ist es unumgänglich, dass jeder im Unternehmen den eigenen Purpose kennt und lebt. Denn eine starke Marke ist die Übersetzung der Unternehmenskultur.
  2. Langfristig denken und handeln: Ein Purpose ist keine Botschaft, die schnell definiert und kommuniziert werden sollte. Den eigenen Purpose zu finden ist ein langfristiger Prozess, der sich stetig weiterentwickelt. Erst wenn sich der Purpose wirklich im Unternehmen intern gesetzt und von jedem verinnerlicht wurde, sollte man mit der Kommunikation nach außen beginnen. Nur so kann echte Glaubwürdigkeit erreicht werden.  
  3. Purpose ist eine klare Positionierung für oder gegen etwas, ein Commitment: Aus diesem Grund sollte die eigene Positionierung nicht durch mögliche Regulierungen oder andere negative Auswirkungen weich gewaschen werden. Es ist wichtig, auch Ecken und Kanten zu zeigen und zum eigenen Purpose vollumfänglich zu stehen. Dafür braucht es Mut, den eigenen Purpose auch zu vertreten, wenn es schwierig ist.

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