Bei Opinary sind wir in der Planung und Umsetzung von Formaten zur Begleitung der Bundestagswahl. Denn zum einen wollen wir frühzeitig mit Langzeitbeobachtungen zu Trends und Meinungsschwankungen der Leserschaften beginnen. Zum anderen erreichen Fragen zu Themen rund um die Wahl bei den Leser:innen besonders hohe Beteiligungsraten, oft über 30%. In den letzten Wochen hat dabei besonders eine Frage dominiert.

Laschet oder Söder? Schon lange gab es bei der Kanzlerfrage der Union nicht mehr so viel Spannung, denn 16 Jahre lang war Angela Merkel ihr festes Standbein. Doch dieses Jahr sieht alles anders aus und von einer Einigung war man weit entfernt. Als Folge entwickelte sich der Machtkampf zwischen den beiden Spitzenkandidaten Armin Laschet und Markus Söder.

Die Frage, die sich stellte, war, mit welchem Kandidaten man bessere Chancen bei der Bundestagswahl im September habe. Dabei war eindeutig festzustellen, dass Söder bei den Bürger:innen besser abschneidet. Das zeigte sich auch bei den Abstimmungen auf den Opinary-Umfragen. Vor allem der Heimvorteil Söders zeigt sich bei den Publikationen aus Bayern.

Trotz der Umfragewerte ist es am Ende mit klarer Mehrheit der CDU Laschet geworden. Söder zog daraufhin seine Ambition auf die Kandidatur zurück. Dennoch gibt es innerhalb der Union einige Stimmen, die an Laschets Führungsstärke und Entscheidungskraft zweifeln. Auch hat er sich in den letzten Monaten immer wieder Patzer erlaubt. Daher stellt sich die Frage, wie viel Rückhalt Laschet noch in der eigenen Partei hat. Ähnlich uneinig sind auch die Leser:innen über die Frage, ob Laschet ein guter Bundeskanzler wäre, wie eine exemplarische Umfrage der FAZ zeigt.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung

Bei den Grünen sah die Auswahl der Kanzlerkandidatin anders aus. Die Spitzenkandidat:innen Annalena Baerbock und Robert Habeck hatten unter sich ausgemacht, wer die Kandidatur antreten wird. Statt einem langen Hin und Her wurde ohne großen Aufruhr entschieden. In Umfragen galt Habeck lange Zeit als Favorit, trotzdem konnte Baerbock vor der Entscheidung aufholen. An der folgenden Umfrage aus dem Spiegel ist zu erkennen, dass es für viele zuletzt ein Kopf an Kopf Rennen war.

Quelle: Spiegel

Baerbock wird also für die Grünen als Kanzlerkandidatin antreten. Sie ist seit 2018 gemeinsam mit Habeck Bundesvorsitzende der Grünen und hat nun große Ziele. Auf die oft gestellte Frage, ob sie ohne Regierungserfahrung für das Kanzleramt geeignet sei, antwortet sie geschickt: Sie will einen neuen Weg gehen, statt den Status Quo zu erhalten. In den Umfragen, ob Baerbock eine gute Kanzlerin wäre, zeigen sich die Leser:innen verschiedener Medien darüber jedoch gespalten.

Bei der SPD wird wie bereits bekannt Olaf Scholz als Kanzlerkandidat aufgestellt. Dieser steht momentan durch seine Rolle im Wirecard-Skandal in der Kritik. Und für die Sozialdemokraten sieht es momentan nicht danach aus, dass sie sich bei der Bundestagswahl Hoffnungen auf die Kanzlerschaft machen können. Der Kampf um Merkels Nachfolge wird sich wohl zwischen Annalena Baerbock und Armin Laschet entscheiden. In einer aktuellen Forsa-Umfrage starten die Grünen dabei mit sieben Prozentpunkten vor der Union. Ob sie diesen Vorsprung halten können, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.

Bei Opinary werden wir die Entwicklungen dazu genau im Auge behalten. Wir werden die Trends in unserem Netzwerk analysieren und mit passenden Umfrage-Formaten auf euch zukommen. Wir freuen uns auf einen spannenden Wahlkampf.

 

Liora
Editorial Intern